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ID 72466 ЕГЭ Немецкий язык ФИПИ ID: 4538CD
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Trojanisches Gold: Schatz des Priamos

Im 12. Jh. v.u.Z. sollen griechische Armeen einen erbitterten Krieg gegen die Stadt Troja geführt haben. Der Auslöser ihres Zorns war angeblich der Raub der schönen Helena, der Gemahlin des Königs von Sparta. So erzählt es der antike Dichter Homer in seiner „Ilias“. Der darin beschriebene Trojanische Krieg endete nach zehn Jahren mit einer List der Griechen: Sie schleusten ein riesiges Holzpferd voller Soldaten als ein Siegesgeschenk in die Stadt ein und verschafften sich so heimlich Zutritt. Dadurch gewannen die Griechen den Krieg. Troja ging unter.

Für den deutschen Hobby-Archäologen Heinrich Schliemann ist die Erzählung Homers nicht nur ein Heldenepos, sondern eine wahre Geschichte. Ende des 19. Jhs. macht er sich auf die Suche nach dem untergegangenen Troja und nutzt dafür die Ortsbeschreibungen in der „Ilias“ als Orientierung. Zeitgenössische Archäologen verspotten ihn für diese Naivität. Schliemanns Suche führt ihn schließlich zum Berg Hisarlik im türkischen Westanatolien. 1870 beginnt er mit über 100 Helfern mit den Ausgrabungen. Sie wühlen sich drei Jahre lang durch zahlreiche Schichten vergangener Zivilisationen. Doch Troja ist nicht dabei.

Am 31. Mai 1873 jedoch macht Schliemann eine ungewöhnliche Entdeckung. Seiner eigenen Schilderung nach, ist er an diesem Tag auf eine Kupferplatte gestoßen, hinter der Gold schimmerte. Um den Sensationsfund nicht mit seinen Arbeitern teilen zu müssen, schickt er sie zum Frühstück und gräbt stattdessen mit einem Vertrauten weiter. Die beiden finden einen prachtvollen 8800-teiligen Schatz aus Goldschmuck, Diademen, Silberbechern und Bronzedolchen. Für Schliemann ist alles eindeutig: Er hatte Troja gefunden. Dies musste der Schatz des trojanischen Königs Priamos sein.

Eigentlich hätte Schliemann den Fund mit dem Osmanischen Reich teilen müssen, auf dessen Gebiet er ihn ausgegraben hatte. Doch darauf verzichtet der Entdecker und entschließt sich dazu, ihn aus der heutigen Türkei zu schmuggeln und nach Athen zu bringen. Dort präsentiert er ihn der Öffentlichkeit, indem er seine schöne Frau Sophia für die Presse einige der Juwelen tragen lässt. Die Fotos gehen um die Welt.

Doch Schliemann fällt seine Schmuggelaktion wieder auf die Füße. Es folgen jahrelange gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen ihm und dem Osmanischen Reich. Geschlichtet wird der Konflikt schließlich, indem der Hobby-Archäologe die heutige Türkei großzügig finanziell entschädigt. Den „Schatz des Priamos“ darf er behalten und vermacht ihn dem deutschen Volk. Von 1882 bis 1945 wird er in Berlin ausgestellt, doch dann nimmt ihn die Sowjetarmee Ende des Zweiten Weltkriegs mit. 1994 taucht das trojanische Gold schließlich im Moskauer Puschkin-Museum wieder auf. Seitdem fordert Deutschland den Schatz zurück – bislang erfolglos. Seit ein paar Jahren hat sich auch die Türkei in die Streiterei eingemischt und will den Schatz ebenfalls wiederhaben.

Doch worum sich die drei Nationen seit Jahrzehnten streiten, ist in Wirklichkeit gar nicht das trojanische Gold, für das Schliemann es gehalten hat. Heute weiß man, dass der „Schatz des Priamos“ nicht einmal aus der Antike stammt, sondern schon aus der frühen Bronzezeit vor gut 4 000 Jahren. Schliemanns Schatz ist also 1 000 Jahre älter als Troja selbst. Die Siedlung, aus der er ihn geborgen hat, war auch nicht Troja, sondern höchstwahrscheinlich eine Handelsmetropole der Hethiter. Das Gold des Schatzes könnte neuesten Erkenntnissen zufolge einst von Georgien aus dorthin gelangt sein.
Was war der Grund für den Krieg gegen die Stadt Troja?
Варианты ответа:
  • Der Raub der Frau des spartanischen Königs.
  • Der Raub der spartanischen Territorien.
  • Die List der Griechen.
  • Eine ziemliche Schwäche der Trojaner.
📋 Спецификация и методические указания КИМ:
Темы кодификатора:
  • Чтение с полным пониманием – умения читать про себя аутентичные тексты разных жанров и стилей, содержащие неизученные языковые явления, и полно и точно понимать текст на основе его информационной переработки (смыслового и структурного анализа отдельных частей текста, выборочного перевода) с использованием языковой и контекстуальной догадки; устанавливать причинно-следственную взаимосвязь изложенных в тексте фактов и событий (объём текста/ текстов для чтения – до 900 слов)
Формат ответа: choice
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